Bettina Stark-Watzinger

Scholz‘ Kleinaktionärssteuer bittet die Sparer zur Kasse

Pressestatement
Börsenkurs Finanzmärkte
Professionelle Finanzmarktakteure werden Finanztransaktionssteuer in der geplanten Form leicht umgehen können

Berlin - Statement von Bettina Stark-Watzinger anlässlich der Äußerung des Bundesfinanzministers, er sähe Konsens und Bewegung, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen:

„Scholz macht aus der Finanztransaktionssteuer eine Kleinaktionärssteuer und führt damit die ursprüngliche Idee dieser Steuer endgültig ad absurdum. Ausgerechnet die Sparer sollen das ohnehin schon fragwürdige Projekt der Finanztransaktionssteuer retten. Die geplante Aktionärssteuer lässt die von linker Seite als Finanzwetten in Verruf geratenen Derivate von der Steuer komplett aus. Professionelle Anleger können demnach die Steuer leicht umgehen. Sie handeln statt mit Aktien des Unternehmens mit Derivaten, die die Aktie als Basiswert haben.

Statt Kleinaktionäre zur Kasse zu bitten, muss Scholz die Aktienanlage für die breite Mittelschicht attraktiver machen. Aktien sind der beste Weg, die Bürger am Produktivkapital zu beteiligen und ihnen den Vermögensaufbau gerade in der Niedrigzinsphase zu ermöglichen.“