Bettina Stark-Watzinger

Unterstützung für die ukrainische Wissenschaft

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (r.) zusammen mit Yevhen Kudriavets, ukrainischer Vize-Wissenschaftsminister (2.v.l.), Ted Chaiban, Deputy Executive Director von UNICEF (2.v.r.) und Moderator Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der Volkswagen Stiftung (l.)
Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (r.) zusammen mit Yevhen Kudriavets, ukrainischer Vize-Wissenschaftsminister (2.v.l.), Ted Chaiban, Deputy Executive Director von UNICEF (2.v.r.) und Moderator Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der Volkswagen Stiftung (l.); Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein Paket verabschiedet, das die ukrainische Wissenschaft und Forschung für den Wiederaufbau des Landes stärkt.

Damit ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach dem Krieg einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau des Landes leisten können, müssen sie in der Lage sein, während des Krieges ihre Arbeit fortzuführen.

Deshalb unterstützt das BMBF die ukrainische Wissenschaft mit 24 Millionen Euro bis 2028. Dafür hat das BMBF unter dem Arbeitstitel „BMBF-Initiative Wiederaufbau Ukraine“ ein Maßnahmenpaket für die nächsten vier Jahre zusammengestellt. Außerdem setzt sich das BMBF für wissenschaftliche Fachkräfte aus der Ukraine ein.

Maßnahmenpaket für die nächsten vier Jahre

Das Maßnahmenpaket enthält vier ukrainisch-deutsche Exzellenzkerne, deren Förderung jetzt startet. Sie sollen in Lwiw, Kyjiw und Charkiw international einen neuen Akzent in der Spitzenforschung im Bereich der

  • Medizin- und Arzneimittelforschung
  • Nanomaterialien
  • quantenbasierten und digitalen Technologien sowie
  • Geschichtswissenschaften

setzen. Außerdem wird in die Gründung des Thinktanks „Green Deal Ukraine“ investiert, der als trilaterales Projekt zwischen Deutschland, Polen und Ukraine umgesetzt wird. Zusätzlich fördert das BMBF Maßnahmen, die Reformprozesse begleiten, wissenschaftliche Kapazitäten ausbauen und die Einbindung der Ukraine in den Europäischen Forschungsraum voranbringen.

Ukrainische Studierende und Forschende in Deutschland

Deutschland ist zentraler Anlaufpunkt für wissenschaftliches Personal und Studierende aus der Ukraine. Über 11.000 ukrainische Studierende lernen in deutschen Universitäten. Dazukommen über 1.000 ukrainische Forscherinnen und Forscher, die Deutschland nach Februar 2022 aufgenommen hat. Das ist die höchste Zahl weltweit außerhalb der Ukraine.

Die Bundesregierung setzt sich im Schulterschluss mit den Ländern und den Wissenschaftsorganisationen dafür ein, den ukrainischen Studierenden und Forschenden nicht nur eine sichere Zuflucht, sondern auch bestmögliche Perspektiven für die Ausbildung und Selbstentfaltung zu bieten.

Ukraine Recovery Conference

Die Ukraine Recovery Conference (URC) findet vom 11. bis 12. Juni 2024 in Berlin statt. Sie bereitet den langfristigen Wiederaufbau der Ukraine vor. Rund 2.000 hochrangige Regierungsvertreter sowie Expertinnen und Experten beraten zwei Tage lang unter anderem über Sanierungsprojekte, Investitionen des privaten Sektors und Initiativen der Zivilgesellschaft zum Wiederaufbau des durch den russischen Angriffskrieg stark zerstörten Landes.

Bildung und Forschung sind erstmals ein eigenes Thema. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger traf dabei unter anderem mit dem ukrainischen Vize-Wissenschaftsminister Yevhen Kudriavets auf einem Expertenpanel zum Thema „Education, Science and Innovation in Times of War and Beyond“ zusammen.